Neue Richtlinien für die Notbetreuung

Sonntag, 19-04.2020
Sehr geehrte Eltern,
wie Sie vielleicht der Presse entnehmen konnten, hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Abstimmung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus auf der Grundlage von § 28 Abs. 1 Satz 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Diese ist ab dem 18.04. bis einschließlich 03.05.2020 gültig. Im Erlass wird unter anderem die Notbetreuung an Schulen und Kindertageseinrichtungen wie folgt definiert:
Ein Anspruch auf Notbetreuung besteht, wenn
  – beide Personensorgeberechtigten oder der alleinige Personensorgeberechtigte bzw.in Fällen der Umgangsregelung der zur Antragstellung aktuell Personensorgeberechtigtein einem Sektor der Kritischen Infrastruktur nach Anlage 1 tätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind,
  – nur einer der Personensorgeberechtigten in folgenden Bereichen tätig ist und aufgrund dienstlicher und betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert ist und eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann:
   o Gesundheitsversorgung und Pflege,
   o Rettungsdienst (einschließlich Berufsfeuerwehr),
   o Öffentlicher Personennahverkehr,
   o Polizei- bzw. Justizvollzugsdienst,
   o Schuldienst und Kindertagesbetreuung (einschließlich Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen mit betreuungspflichtigen eigenen Kindern),
   o Kommunal- oder Staatsverwaltung, sofern ein Personensorgeberechtigter mit Aufgaben der Bekämpfung der Corona-Pandemie betraut ist.
Voraussetzung für die Notbetreuung ist, dass die Kinder und deren Personensorgeberechtigten
   o keine Symptome der Krankheit Covid-19 aufweisen und
   o nicht in Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person stehen oder
seit dem Kontakt mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person 14 Tage vergangen sind und sie keine Symptome der Krankheit Covid-19 aufweisen.
Dies gilt  nicht für Personensorgeberechtigte mit Tätigkeit in der Gesundheitsversorgung,  die in Ausübung ihrer Tätigkeit und bei Nutzung entsprechender Schutzausrüstung an Covid-19 erkrankte Patienten betreuen.
Die Personensorgeberechtigten weisen ihre Tätigkeit in einem Formblatt (Anlage 2, abrufbar unter www.coronavirus.sachsen.de) gegenüber der Leitung der Schule oder Betreuungseinrichtung schriftlich nach.
Der Nachweis bedarf der schriftlichen Bestätigung durch den jeweiligen Arbeitgeber beziehungsweise Dienstherrn (bei Selbständigen und Freiberuflern durch Unterschrift an derselben Stelle des Formulars), in der auch bestätigt wird, dass der Personensorgeberechtigte für den Betrieb der Kritischen Infrastruktur zwingend erforderlich ist. Die Bestätigung kann, sofern diese nicht sofort erfolgen kann, binnen eines Arbeitstages nachgereicht werden. Bei Schülerinnen und Schülern mit eigenen Kindern mit Betreuungsbedarf erfolgt der Nachweis durch entsprechende Glaubhaftmachung.
Liebe Eltern, sollte eine Notbetreuung erforderlich sein, bitten wir Sie folgende Informationen umzusetzen
1.Füllen Sie das Formular zur Erklärung des Bedarfs einer Notbetreuung in Kita und Schule aus und geben dieses in der Schule ab. Nur      erforderlich, sofern noch nicht abgegeben, alte Formulare behalten ihre Gültigkeit.
 Wägen Sie die Notwendigkeit sorgsam ab, da eine steigende Schülerzahl auch das Infektionsrisiko erhöht und damit die gesamte                                           Notbetreuung und die evtl. Schulöffnung gefährdet sind
2.Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die erforderlichen Hygienemaßnahmen (wir tun das natürlich auch in der Schule)
3.Betreten Sie nicht das Schulhaus
4.Ein Mundschutz kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht von der Schule gestellt werden, Sie können diesen, sofern vorhanden, gern Ihrem Kind mitgeben
5.Teilen Sie uns unbedingt die benötigten Betreuungszeiten schriftlich mit
Ihr Team der Grundschule Neundorf

Formular Bedarf 19.04.20 Anlage_2-1

 

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